EisfunkeForum

SP015: Ist Oma eine Umweltsau?

Habt ihr eigentlich die Studie zu dem SZ Artikel gefunden? Ich finde da nämlich sehr unklar, was diese Zahlen denn eigentlichen heißen. Heißt das jetzt, dass junge Leute weniger auf bestimmte Dinge verzichten würden, die der Durchschittsmensch tut oder bei dem was sie selber tun? Zweiteres wäre ja auf jeden Fal eine ungerechte Betrachtung, weil es ja sehr stark davon abhängt, wie der aktuelle Stand ist.

Abgesehen davon kann ich dem Argument, dass ältere Menschen sich nicht schlechter mit der Umwelt umgehen als junge, weil sie ja mehr Geld haben und deswegen auch mehr tun können, nicht wirklich folgen. Wie ja kurz anklang hat man mit mehr Geld auch deutlich mehr Verantwortung. Zu sagen, dass die Menschen die früher jung waren, viel weniger verbraucht haben, als die jungen heute, finde ich auch schwierig. Die Betrachtung bringt uns ja nicht weiter, da sie da ja durchschnittlich noch wenig Verantwortung dafür hatten, da sie ja auch nicht so viel Geld hatten.
Relevant in diesem Zusammenhang ist doch, dass jetzt deutlich ist, dass wir ein Problem mit der Umwelt haben und man jetzt was für die Zukunft unternehmen müssen. Da ist es meiner Meinung nach recht irrelevant, ob die älteren sich als sie jung waren nicht umweltschädlich verhalten haben.

Abgesehen von dem Thema des individuellen Verhaltens, kann man zusätzlich ja darüber streiten, ob es Menschen nicht zu schlimmeren Umweltsündern macht, wenn sie die falschen Parteien wählen, da nur so ja der Kohleausstieg und die Regulierung von Mobilität beschlossen werden kann.

Also ich habe noch zweifel an der Begründetheit des Fazits zur Titelfrage der Folge.^^ Die sonstigen Themen zum ökologischen Fußabdruck sind aber sehr valide!

Also der Artikel ist ja verlinkt. Die Studie selber haben wir nicht, nein. Der konkrete Text auf den wir uns bezogen haben von dort ist:

So hätten 57 Prozent von ihnen angegeben, schon heute zu versuchen, auf Flugreisen zu verzichten. Bei den 18- bis 39-Jährigen sagten dies demnach nur 32 Prozent. Auch beim Kauf regionaler Lebensmittel und der Vermeidung von Einwegprodukten lägen die Älteren vorn. Jüngere gingen hingegen häufiger für den Klimaschutz auf die Straße und wählten öfter eine Partei, die sich ihrer Ansicht nach konsequent gegen den Klimawandel einsetzt.

Abgesehen davon kann ich dem Argument, dass ältere Menschen sich nicht schlechter mit der Umwelt umgehen als junge, weil sie ja mehr Geld haben und deswegen auch mehr tun können, nicht wirklich folgen.

Das ist auch logisch, dass Du dem nicht folgen kannst, weil das ziemlich genau das Gegenteil von dem ist, was wir gesagt haben :smiley: Unser Punkt und unsere Kritik ist ja gerade, dass wohlhabendere Menschen durch ihren höheren Konsum mehr Ressourcen verbrauchen, sich aber durch den Konsum von “grünen” Dingen dann ein gutes Gewissen erkaufen und auf weniger wohlhabende Leute, die dann nicht Bio kaufen herabschauen, obwohl die der UMwelt weniger schaden. Fazit: Den eigenen Konsum reflektieren und sich nicht das Gewissen freikaufen wollen.

Der Punkt am “früher haben die die Umwelt weniger belastet” war auch weniger “Die alten Leute waren viel verantwortungsvoller” sondern der, dass man das Bild von den alten Zeiten, wo die Umwelt ganz böse kaputt gemacht wurde und heute sei alles besser – das ist eben nicht der Fall. Beispiel: Autos sind sparsamer, aber dafür größer und zahlreicher. Fazit: Man sollte sich nichts auf dem Klischee der schmutzigen Vergangenheit einbilden.

Hm ja das mag dann bei mir teilweise falsch angekommen sein, aber ich bin wie gesagt von der Aussage, dass sich ja alle gleich schlimm verhalten nicht wirklich überzeugt und das ist ja so ein bisschen das was in der Beantwortung der Titelfrage mitschwingt.